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Livewette: einfach erklärt
Livewette – Eine Livewette wird während des laufenden Spiels abgeschlossen; die Quoten ändern sich mit Spielstand, Spielzeit und Spielgeschehen.
Bei einer Livewette, auch In-Play-Wette genannt, setzt du nach dem Anpfiff. Der Buchmacher passt die Quoten laufend an: Tore, Rote Karten, die verstreichende Zeit und der Druck einer Mannschaft verändern die Wahrscheinlichkeiten von Minute zu Minute.
Wie sich Quoten im Spiel bewegen
Steht es nach 60 Minuten 0:0, sinkt die Quote auf Unter 2,5 deutlich, weil für drei Tore nur noch eine halbe Stunde bleibt. Ein früher Rückstand des Favoriten lässt dessen Siegquote steigen. Eine Rote Karte verschiebt fast alle Märkte auf einmal. Grundlage sind Modelle, die aus Spielstand, Restzeit und Vorab-Stärke beider Teams neu rechnen.
Was in Deutschland erlaubt ist
Mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 sind Livewetten bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis eingeschränkt: Während des Spiels sind im Wesentlichen nur Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste Tor zugelassen. Wetten auf einzelne Ereignisse im Spiel, etwa die nächste Ecke oder Karte, sind live nicht erlaubt. Das Angebot kann sich daher stark von dem unterscheiden, was man von ausländischen Seiten kennt.
Worauf man achten sollte
- Tempo: Livewetten verleiten zu schnellen Entscheidungen. Wer aus dem Bauch heraus nachsetzt, um einen Verlust auszugleichen, spielt nach Gefühl statt nach Plan.
- Verzögerung: Fernsehbilder laufen einige Sekunden hinter dem echten Geschehen. Buchmacher nehmen Livewetten deshalb oft mit Verzögerung an oder sperren Märkte kurz.
- Marge: Livequoten haben häufig eine höhere Marge als die Quoten vor dem Spiel.
- Information: Statistiken wie Schüsse oder Ballbesitz sind auch dem Buchmacher bekannt. Ein Vorteil entsteht nur, wenn man etwas sieht, das die Modelle nicht abbilden.
Wer merkt, dass Livewetten zum Dauerbegleiter werden, sollte Limits setzen. Mehr dazu unter Spielerschutz und Limits.
Verwandte Begriffe
- Cash-outMit dem Cash-out lässt du dir eine laufende Wette vor ihrem Ende auszahlen – zu einem Betrag, den der Buchmacher aus der aktuellen Quote berechnet.
- Über/UnterBei Über/Unter wettest du darauf, ob in einem Spiel mehr oder weniger Tore fallen als eine festgelegte Linie, zum Beispiel 2,5.
- Buchmacher-MargeDie Marge ist der Aufschlag, den der Buchmacher in seine Quoten einbaut, damit er über alle Ausgänge hinweg verdient – sie senkt die Auszahlung unter den fairen Wert.
- Spielerschutz und LimitsSpielerschutz umfasst die gesetzlichen und freiwilligen Werkzeuge, mit denen Wettende ihr Spielverhalten begrenzen können – von Einzahlungslimits bis zur Sperre.
- Halbzeit/EndstandBei der Halbzeit/Endstand-Wette tippst du gleichzeitig auf die Tendenz zur Pause und am Spielende – zum Beispiel „X/1“: Remis zur Halbzeit, Heimsieg am Ende.
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