Wett-Lexikon · Q
Quote: einfach erklärt
Quote – Die Quote gibt an, mit welchem Faktor der Einsatz bei einer gewonnenen Wette multipliziert wird – und verrät zugleich, für wie wahrscheinlich der Buchmacher ein Ergebnis hält.
In Deutschland wird fast ausschließlich mit Dezimalquoten gearbeitet. Die Rechnung ist einfach: Einsatz mal Quote ergibt die Auszahlung, wenn die Wette gewinnt. Darin steckt der Einsatz bereits. Der Reingewinn ist also Auszahlung minus Einsatz.
Eine Quote von 2,00 verdoppelt den Einsatz. Eine Quote von 1,25 bringt bei 10 Euro Einsatz 12,50 Euro zurück, also 2,50 Euro Gewinn. Je niedriger die Quote, desto stärker ist der Favorit, und desto weniger gibt es zu gewinnen.
Was die Quote über die Wahrscheinlichkeit sagt
Jede Quote lässt sich in eine Wahrscheinlichkeit übersetzen: 1 geteilt durch die Quote. Eine 2,00 entspricht 50 Prozent, eine 1,25 entspricht 80 Prozent, eine 4,00 nur 25 Prozent. Diese sogenannte implizite Wahrscheinlichkeit ist allerdings etwas zu hoch angesetzt, weil der Buchmacher eine Marge einrechnet. Addiert man die Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Spiels, kommt man deshalb immer auf etwas mehr als 100 Prozent.
Andere Schreibweisen
Im englischsprachigen Raum sind Bruchquoten üblich. 5/2 bedeutet: 5 Einheiten Gewinn auf 2 Einheiten Einsatz, als Dezimalquote 3,50. In den USA gibt es amerikanische Quoten: +150 heißt 150 Gewinn auf 100 Einsatz (Dezimal 2,50), −200 heißt 200 Einsatz für 100 Gewinn (Dezimal 1,50). Für den Alltag in Deutschland reicht die Dezimalquote.
Warum sich Quoten bewegen
Quoten sind keine festen Werte. Sie ändern sich, wenn neue Informationen auftauchen, etwa eine Verletzung oder die Aufstellung, und wenn viel Geld auf eine Seite fließt. Die letzte Quote vor dem Anpfiff gilt als die genaueste Einschätzung des Marktes. Wer regelmäßig zu besseren Quoten wettet, als später am Ende angeboten werden, liegt meist richtig mit seiner Einschätzung – darum geht es beim Closing Line Value.
Worauf es ankommt
Entscheidend ist nicht, ob eine Quote hoch oder niedrig ist, sondern ob sie zur tatsächlichen Wahrscheinlichkeit passt. Eine 1,30 kann ein gutes Angebot sein, eine 3,00 ein schlechtes. Wer das prüfen will, muss eine eigene Einschätzung haben und sie mit der Quote vergleichen.
Verwandte Begriffe
- Wahrscheinlichkeit und Quote umrechnenQuote und Wahrscheinlichkeit sind zwei Seiten derselben Zahl – Wahrscheinlichkeit = 1 / Quote, faire Quote = 1 / Wahrscheinlichkeit.
- Buchmacher-MargeDie Marge ist der Aufschlag, den der Buchmacher in seine Quoten einbaut, damit er über alle Ausgänge hinweg verdient – sie senkt die Auszahlung unter den fairen Wert.
- Value BetEine Value Bet ist eine Wette, deren Quote höher ist, als es die tatsächliche Wahrscheinlichkeit des Ereignisses rechtfertigt – sie hat einen positiven Erwartungswert.
- EinzelwetteEine Einzelwette ist ein Tipp auf genau ein Ereignis – sie gewinnt oder verliert unabhängig von anderen Wetten.
- KombiwetteEine Kombiwette verbindet mehrere Einzeltipps auf einem Schein; die Quoten werden multipliziert, und die Wette gewinnt nur, wenn alle Tipps stimmen.
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