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Wettsteuer: einfach erklärt

Wettsteuer – In Deutschland fallen auf Sportwetten 5,3 Prozent Steuer auf den Einsatz an; je nach Anbieter wird sie in die Quote eingepreist oder vom Einsatz bzw. Gewinn abgezogen.

Sportwetten unterliegen in Deutschland der Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz. Seit Juli 2021 beträgt sie 5,3 Prozent des Einsatzes (vorher 5 Prozent). Schuldner ist der Wettanbieter, er führt die Steuer an das Finanzamt ab. Wie er sie an seine Kunden weitergibt, entscheidet er selbst. Gewinne aus Sportwetten sind für Privatpersonen in Deutschland dagegen in der Regel nicht einkommensteuerpflichtig.

Drei Arten der Abrechnung

1. Eingepreist: Der Anbieter zieht nichts sichtbar ab, die Steuer steckt in etwas niedrigeren Quoten. Für dich sieht es aus wie eine steuerfreie Wette, die Quote ist aber schlechter als ohne Steuer.

2. Abzug vom Einsatz: Von deinem Einsatz werden 5,3 Prozent einbehalten, nur der Rest wird gewettet. Alternativ zahlst du die Steuer zusätzlich zum Einsatz.

3. Abzug vom Gewinn: Die Steuer wird nur bei gewonnenen Wetten von der Auszahlung abgezogen. Verlorene Wetten kosten keine zusätzliche Steuer.

Steuer und Kombiwetten

Die Steuer bezieht sich auf den Einsatz, nicht auf die Zahl der Tipps. Bei einer Kombiwette fällt sie also nur einmal an. Das ändert aber nichts daran, dass sich die Marge mit jedem Tipp multipliziert. Bei Systemwetten zählt der Gesamteinsatz aller Reihen.

Steuer und Marge zusammen

Für die Rechnung im Alltag wirkt die Steuer wie ein zusätzlicher Aufschlag. Bei einer Wette mit 5 Prozent Marge und 5,3 Prozent Steuer bleiben im Schnitt nur rund 90 Cent je Euro übrig. Das ist der Grund, warum Wetten auf lange Sicht für die meisten Spieler ein Verlustgeschäft sind.

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