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Wett-Lexikon · H

Handicap-Wette: einfach erklärt

Handicap-Wette – Bei einer Handicap-Wette bekommt eine Mannschaft vorab einen virtuellen Vorsprung oder Rückstand an Toren, der zum Endergebnis addiert wird.

Bei klaren Favoriten sind Siegquoten oft so niedrig, dass sie kaum interessant sind. Die Handicap-Wette gleicht das aus: Der Außenseiter startet virtuell mit einem Vorsprung. Gewertet wird dann das Ergebnis mit diesem Vorsprung.

Hierzulande ist vor allem das europäische Handicap verbreitet, auch Dreiweg-Handicap genannt. Es wird als Spielstand geschrieben, etwa „Handicap 0:1“. Das bedeutet: Die Gastmannschaft startet mit 1:0 Toren Vorsprung, das Spiel beginnt rechnerisch bei 0:1.

Drei mögliche Ausgänge

Wie bei 1X2 gibt es Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg – nur eben nach Handicap. Bei Handicap 0:1 heißt das:

  • Tipp 1 gewinnt, wenn das Heimteam mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnt (2:0 wird zu 2:1).
  • Tipp X gewinnt, wenn das Heimteam genau mit einem Tor gewinnt (1:0 wird zu 1:1).
  • Tipp 2 gewinnt bei Remis oder Auswärtssieg (0:0 wird zu 0:1).

Europäisches oder asiatisches Handicap?

Beim europäischen Handicap gibt es immer drei Ausgänge, also auch ein „Handicap-Remis“. Das asiatische Handicap kennt dagegen nur zwei Seiten und arbeitet mit halben und viertel Toren, sodass Remis entweder unmöglich ist oder der Einsatz zurückkommt. Die Marge ist beim asiatischen Handicap meist niedriger.

Worauf achten

Handicap-Wetten verschieben die Frage von „Wer gewinnt?“ zu „Wie hoch?“. Gerade Favoriten, die nach einer frühen Führung Kräfte sparen, gewinnen oft nur knapp. Rotation vor Europapokalspielen oder ein bereits entschiedenes Spiel kann den Unterschied machen.

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